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                <idno>I/136</idno>
                <title>Instruktion des Hofmarschallamtes von Prinz August für den Mundkoch Pierre
                    Pigeon </title>
            </titleStmt>
            
            <publicationStmt>
                <publisher>Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (BBAW)</publisher>
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                    <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0">CC BY-SA</licence>
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                <msDesc rend="manuscript_signed" type="copy">
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                        <institution>GStA PK</institution>
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                            <idno type="shelfmark">I. HA Rep. 133, Nr. 718, n. f.</idno>
                            <idno type="scan">Auftrag 70356, Scan Nr.
                            I.HA_Rep133_Nr718_12-30</idno>
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                <correspAction type="sent">
                    <orgName key="P0000988">Hofmarschallamt des Prinzen August (1779–1843)</orgName>
                    <placeName>Berlin</placeName>
                    <date when="1839-04-22" cert="high"/>
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                    <persName ref="https://actaborussica.bbaw.de/v9/P0005711">Pigeon, Pierre Aimé (*-†)</persName>
                </correspAction>
            </correspDesc>
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                    <change type="signing">
                        <persName role="signee" ref="https://actaborussica.bbaw.de/v9/P0005711">Preußen, August,
                            Prinz von (1779-1843)</persName>
                    </change>
                </listChange>
            </creation>
            <abstract>
                <p>Rechte und Pflichten des ersten Mundkochs am Hof des Prinzen – detaillierte
                    Abläufe und Vorschriften zu verschiedenen Küchenangelegenheiten</p>
            </abstract>
            <abstract type="short">
                <p>Hofmarschallamt von Prinz August an den Mundkoch Pigeon: Instruktion</p>
            </abstract>
        </profileDesc>
    </teiHeader>
    <text type="letter">
        <body>
            <div type="writingSession">
                <p>Seine Königliche Hoheit der Prinz <persName ref="https://actaborussica.bbaw.de/v9/P0005711">August</persName> von
                    Preußen, unser gnädigster Herr, haben für den in Höchstdero Diensten stehenden
                    ersten Mundkoch <persName ref="https://actaborussica.bbaw.de/v9/P0005711">Pierre Aimé Pigeon</persName> folgende
                    Dienst-Instruction ausfertigen lassen:</p>
                <p>I. Nach der in Höchstdero Küche
                    bestehenden Einrichtung, wonach die Mundköche die Speisen zur herrschaftlichen
                    Tafel für einen jedesmal von Höchstdenselben zu bestimmenden Preis für jede
                    Person liefern, muß der Mundkoch <persName ref="https://actaborussica.bbaw.de/v9/P0005711">Pigeon</persName> vom
                        1<hi rendition="#sup">ten</hi> bis einschließlich den 15<hi rendition="#sup">ten</hi> jeden Monats und im Fall der zweite Koch an den übrigen Tagen des
                    Monats zu kochen verhindert wird auch an diesen Tagen für Seine Königliche
                        <persName ref="https://actaborussica.bbaw.de/v9/P0005711">Hoheit</persName> kochen.</p>
                <p>An den Tagen, wo
                    der p. <persName ref="https://actaborussica.bbaw.de/v9/P0005711">Giese</persName> kocht, muß er sich, seinem
                    eigenen Erbieten gemäß, ohne Gehülfen behelfen, und darf die Hülfe des p
                        <persName ref="https://actaborussica.bbaw.de/v9/P0005711">Pigeon</persName> nicht in Anspruch nehmen, ist
                    aber verpflichtet in den Zeiträumen, wenn Pigeon kochen wird demselben als
                    Gehülfe in der Küche, wie bisher willig zur Hand zu gehen, und seinen
                    Anordnungen Folge zu leisten.</p>
                <p>II Gewöhnlich ist der Preis für die Person
                    zur Mittagstafel Ein Thaler Eilf Silbergroschen Sechs Pfennige und die
                    Personenzahl zehn. Für den gedachten Preis liefert der Koch <persName ref="https://actaborussica.bbaw.de/v9/P0005711">Pigeon</persName> eine Suppe nebst sechs guten schmackhaften
                    Speisen. Zur Abendtafel muß der p Pigeon, wenn Seine Königliche <persName ref="https://actaborussica.bbaw.de/v9/P0005711">Hoheit</persName> hier anwesend sind, für fünf Personen und
                    wenn Seine Königliche Hoheit abwesend sind, für drei Personen drei gute Speisen
                    für die Person zu zwanzig Silbergroschen anrichten, wenn Seine Königliche Hoheit
                    nicht anders befehlen. <lb/>In außergewöhnlich Fällen werden Seine Königliche
                    Hoheit für einen höhern Preis und zwar entweder für einen Thaler zwanzig
                    Silbergroschen oder Zwei Thaler für die Person kochen, und wenn dieses geschehen
                    soll, solches jedesmal dem Koch bekannt machen lassen, welcher die Woche
                    hat.</p>
                <p>III An jedem Morgen wird dem Koch bekannt gemacht werden, für wie
                    viel Personen und für welchen Preis derselbe die Speisen zur Mittagstafel zu
                    besorgen hat.</p>
                <p>IV Hiernach hat er den Küchenzettel anzufertigen, und
                    denselben spätestens um 9 Uhr in Sr. Königlichen Hoheit Vorzimmer abzugeben.
                    Dieser Küchenzettel wird von dem Küchenmeister geprüft.</p>
                <list>
                    <item>1. ob die auf dem Küchenzettel angegeben Speisen gut gewählt sind?</item>
                    <item>2. ob mit den Gerichten gehörig gewechselt wird, so daß nicht dieselben
                        öfter hinter einander gegeben werden?</item>
                    <item>3. ob die Speisen den Preisen angemessen sind?</item>
                </list>
                <p>und wenn derselbe dagegen nichts zu erinnern findet Sr. Königlichen
                        <persName ref="https://actaborussica.bbaw.de/v9/P0005711">Hoheit</persName> überreicht. Hat der Küchenmeister
                    aber eine Bemerkung, sowohl in Ansehung der Schüsselzahl, als der Speisen zu
                    machen, so wird er den Koch darauf aufmerksam machen, dessen Gründe hören, und
                    dahin wirken, daß den bemerkten Mängeln abgeholfen werde. <lb/>Der Koch
                        <persName ref="https://actaborussica.bbaw.de/v9/P0005711">Pigeon</persName> muß deshalb mit gebührender
                    Achtung und Bescheidenheit dem Küchenmeister auf dessen Fragen und Bemerkungen
                    Rede und Antwort geben.</p>
                <p>V Obgleich dem Koch vor oder nach der Einreichung
                    des Küchenzettels die Personenzahl genau angegeben wird, so behalten Seine
                    Königliche <persName ref="https://actaborussica.bbaw.de/v9/P0005711">Hoheit</persName> Sich dennoch vor, bis 11
                    Uhr Morgens einige Personen, oder auch das ganze Mittagessen abbestellen zu
                    lassen, und darf der Koch nur soviel Personen, als an diesem Tage an- und bis 11
                    Uhr nicht abgesagt werden, in Rechnung stellen.</p>
                <p>Nach dieser Zeit soll
                    keine Aenderung der Personenzahl stattfinden. Damit aber hierbei keine Irrungen
                    entstehen und damit bei Prüfung und Anweisung der Rechnungen zu ersehen ist, ob
                    eine Abmeldung nach festgesetzten Zeit, also nach 11 Uhr geschehen sei, und
                    deshalb nicht in der Rechnung in Abzug gebracht werden können, so muß der Koch
                    von demjenigen, welcher die Abmeldung macht, und wenn nach der Meinung des Kochs
                    diese Abmeldung zu spät geschieht, eine schriftliche Bescheinigung darüber
                    anfordern und solche seiner Rechnung beifügen.</p>
                <p>VI Auch in Absicht des
                    Preises für die Person behalten Sich Seine Königliche <persName ref="https://actaborussica.bbaw.de/v9/P0005711">Hoheit</persName> vor, denselben bis 11 Uhr abzuändern und muß der Koch,
                    wenn Höchstdieselben den Preis erhöhen, auch nach Verhältniß die Schüsselzahl
                    vermehren und bessere Speisen liefern.</p>
                <p>VII Wenn die Speisen zur
                    herrschaftlichen Tafel aufgetragen oder ins Buffet gekommen sind, wird der
                    Küchenmeister untersuchen ob sie gut für die vorhandene Anzahl der Gäste
                    hinreichend, ob auch alle Schüsseln und Gerichte, welche auf dem Küchenzettel
                    angegeben worden, wirklich geliefert sind? Wenn der Küchenmeister hierbei eine
                    Unrichtigkeit oder Ungebührlichkeit bemerkt, so wird er hiervon Sr. Königlichen
                        <persName ref="https://actaborussica.bbaw.de/v9/P0005711">Hoheit</persName> oder dem <orgName key="P0000988">Hofmarschall-Amte</orgName> Anzeige machen.</p>
                <p>VIII Bei Festen und
                    größern Diners und Soupers welche Seine Königliche <persName ref="https://actaborussica.bbaw.de/v9/P0005711">Hoheit</persName> geben, wird in gleicher Art verfahren und muß der Koch
                        <persName ref="https://actaborussica.bbaw.de/v9/P0005711">Pigeon</persName> auf Verlangen Sr. Königlichen
                    Hoheit zu solchen, wenn sie in der 2<hi rendition="#sup">ten</hi> Hälfte des
                    Monats stattfinden sollten, kochen, wobei ihm der Koch <persName ref="https://actaborussica.bbaw.de/v9/P0005711">Giese</persName>, wie gewöhnlich helfen muß. Der p Pigeon muß nachdem ihm
                    die Personenzahl und der Preis für die Person angezeigt worden, so schleunig als
                    möglich und ohne Verzug ein genaues Verzeichniß der von ihm zu liefernden
                    Speisen fertigen und bei dem <orgName key="P0000988">Hofmarschall-Amte</orgName>
                    Sr. Königlichen Hoheit einreichen, welches den Anschlag mit Zuziehung des
                    Küchenmeisters prüfen und sodann Sr. Königlichen Hoheit zur Genehmigung
                    einreichen wird.</p>
                <p>IX Sogleich nach dem 15<hi rendition="#sup">ten</hi>
                    jeden Monats oder nach größeren außergewöhnlichen Festen, Mittags- und
                    Abendessen muß der Koch <persName ref="https://actaborussica.bbaw.de/v9/P0005711">Pigeon</persName> Rechnung
                    legen und solche bei der Hofstaatskasse einreichen, von welcher sie revidirt,
                    mit den gleichzeitig von dem Silberdiener einzureichenden Tagezetteln oder mit
                    den von Sr. Königlichen <persName ref="https://actaborussica.bbaw.de/v9/P0005711">Hoheit</persName> genehmigten
                    Anschlägen für größere Feste, Mittags und Abendessen, in Absicht der Preise und
                    Personenzahl vergleichen, und im Falle des Richtigbefindens dem <orgName key="P0000988">HofmarschallAmte</orgName> zur Anweisung vorgelegt
                    wird.</p>
                <p>Wenn die Rechnung nicht mit den Tagezetteln oder den genehmigten
                    Anschlägen übereinstimmt, so wird sie mit diesen in Uebereinstimmung gebracht
                    und darf der Koch <persName ref="https://actaborussica.bbaw.de/v9/P0005711">Pigeon</persName> keinen Widerspruch
                    dagegen erheben.</p>
                <p>X Wenn Seine Königliche <persName ref="https://actaborussica.bbaw.de/v9/P0005711">Hoheit</persName> es verlangen, muß der Koch <persName ref="https://actaborussica.bbaw.de/v9/P0005711">Pigeon</persName> Hochstdenselben auf Reisen folgen, und erhält während der
                    Zeit der Abwesenheit von <placeName>Berlin</placeName> Diäten
                    Einen Thaler an den Reisetagen und zwei und zwanzig Silbergroschen Sechs
                    Pfennige an den übrigen Tagen täglich, muß aber auch dann die obenbezeichnete
                    Ordnung beobachten. Demgemäß muß er täglich Morgens um 9 Uhr Sr. Königlichen
                    Hoheit den Küchenzettel überreichen, auf demselben die Personenzahl und den von
                    Sr. Königlichen <supplied>Hoheit</supplied> bestimmten Preis für die Person
                    deutlich bemerken, und wenn derselbe von Höchstdenselben genehmigt worden,
                    gehörig aufbewahren, oder ihn an den Geheimen Secretair Sr. Königlichen Hoheit
                    abgeben, damit derselbe als Beleg seiner Rechnung mit den Fremdenzetteln dem
                        <orgName key="P0000988">HofmarschallAmte</orgName> übergeben werden könne.
                    Wenn Seine Königliche Hoheit in <placeName>Rheinsberg</placeName>
                    anwesend sind, so werden die Küchenzettel von dem Geheimen-Secretair
                    unterzeichnet, und die Einladungs- oder Fremdenzettel von dem Kastellan
                        <persName ref="https://actaborussica.bbaw.de/v9/P0005711">Janke</persName>. Da der p Pigeon außer den
                    Mittags- und Abendtafeln als dann auch den Kaffee, und das Frühstück mit
                    besorgen muß, so hat derselbe ein Buch anzufertigen, in welchem hintereinander
                    die von ihm für Seine Königliche Hoheit, für Höchstdero Kinder, oder Gäste
                    gelieferten Gegenstände mit Beisetzung der Preise eingetragen werden. Der Betrag
                    der an jedem Tage gelieferten Sachen wird berechnet und summirt, und sodann am
                    nächsten Morgen das Buch dem Geheimen-Secretair zugestellt, welcher es Seiner
                    Königlichen Hoheit vorlegen wird. Wenn Höchstdieselben dagegen nichts zu
                    erinnern finden, so attestirt der Geheime Secretair die Richtigkeit des
                    Gelieferten. Die Festsetzung der Preise und demnächst die Revision in Calculo
                    wird von Seiten des HofmarschallAmts bewirkt. Wenn Seine Königliche Hoheit Sich
                    in Rheinsberg aufhalten, so werden dem Koch zwar auf sein Verlangen Wildprett
                    von dem dortigen Oberförster und Fische von dem Seepächter geliefert, jedoch nur
                    gegen Bezahlung von Seiten des Kochs weil dieser die Speisen bezahlt
                    erhält.</p>
                <p>XI Der Koch <persName ref="https://actaborussica.bbaw.de/v9/P0005711">Pigeon</persName> muß darauf
                    sehen, und die untergeordneten Küchenbediente dazu anhalten, daß alle aus der
                    Silberkammer an ihn gelangten Geschirre und Sachen, als silberne und porzellane
                    Terrinen, Schüsseln, Tellern, Näpfe, Löffeln, Servietten und dergleichen richtig
                    wieder abgeliefert und nicht beschädigt werden, und derselbe muß in dieser
                    Beziehung den Silberkammerbedienten hülfreiche Hand leisten, mit geziemender
                    Bereitwilligkeit denselben entgegenkommen und für das Interesse Sr. Königlichen
                        <persName ref="https://actaborussica.bbaw.de/v9/P0005711">Hoheit</persName> sorgen.</p>
                <p>Wenn Seine
                    Königliche <persName ref="https://actaborussica.bbaw.de/v9/P0005711">Hoheit</persName> verreisen und den Koch
                        <persName ref="https://actaborussica.bbaw.de/v9/P0005711">Pigeon</persName> mitnehmen, so muß derselbe das
                    zur Tafel gehörige Silberzeug, die Tischtücher, Servietten, das Porzellanene
                    Geschirr pp, so wie die von der Silberkammer zu liefernden Material-Waaren, als
                    Essig, Oel, Zucker, Mostrich, Lichte pp übernehmen, dem Silberdiener über den
                    Empfang dieser Sachen gehörig quittiren, für die richtige Ablieferung an Ort und
                    Stelle haften, auch das Tafelgeschirr und Zeug, so wie die nicht gebrauchten
                    übrigen Gegenstände wieder mit hierher zurücknehmen und in gutem Zustande an den
                    Silberdiener abliefern.</p>
                <p>XII Der Koch <persName ref="https://actaborussica.bbaw.de/v9/P0005711">Pigeon</persName> muß sich gegen seine Vorgesetzten nemlich den
                    Küchenmeister und das <orgName key="P0000988">HofmarschallAmt</orgName>
                    anständig und bescheiden betragen, seine Untergebenen sanft und gut behandeln
                    und wenn er irgend eine Beschwerde gegen sie zu führen hat, diese bei dem
                    HofmarschallAmte und nicht unmittelbar bei Sr. Königlichen <persName ref="https://actaborussica.bbaw.de/v9/P0005711">Hoheit</persName> anbringen.</p>
                <p>XIII Für diese Sr.
                    Königlichen <persName ref="https://actaborussica.bbaw.de/v9/P0005711">Hoheit</persName> treu zu leistenden
                    Dienste wollen Höchstdieselben dem p <persName ref="https://actaborussica.bbaw.de/v9/P0005711">Pigeon</persName>
                    <table rows="3" cols="3">
                        <row>
                            <cell>ein jährliches Gehalt von</cell>
                            <cell>450 </cell>
                            <cell>Rtlr.</cell>
                            <cell/>
                            <cell/>
                        </row>
                        <row>
                            <cell>und zu Licht</cell>
                            <cell rendition="#right">9</cell>
                            <cell/>
                            <cell>20 </cell>
                            <cell>Sgr.</cell>
                        </row>
                        <row>
                            <cell rendition="#right">in Summa</cell>
                            <cell role="sum">459 </cell>
                            <cell role="sum">Rtlr.</cell>
                            <cell role="sum">20 </cell>
                            <cell role="sum">Sgr.</cell>
                        </row>
                    </table>schreibe Vier Hundert Neun und Funfzig Zwanzig Silbergroschen Courant in
                    monatlichen Theilen von 38 Rtlr. - Sgr. 2 Pf. vom 1<hi rendition="#sup">ten</hi>
                    Mai d.J. an praenumerando reichen und zahlen lassen.</p>
                <p>XIV Seine Königliche
                        <persName ref="https://actaborussica.bbaw.de/v9/P0005711">Hoheit</persName> behalten Sich vor, diese
                    Instruction zu allen Zeiten zu verändern, zu erweitern, einzuschränken, oder
                    gänzlich aufzuheben, insbesondere die darin über die Einrichtung der Küche
                    enthaltenen Bestimmungen, so wie die festgesetzten Preise für die Mittags- und
                    Abendtafeln jederzeit abzuändern.</p>
                <p>Uebrigens wollen Seine Königliche
                        <persName ref="https://actaborussica.bbaw.de/v9/P0005711">Hoheit</persName> dem Koch <persName ref="https://actaborussica.bbaw.de/v9/P0005711">Pigeon</persName> bei treulicher Verrichtung seiner Dienstgeschäfte überall
                    schützen und ungehört keine Ungnade auf ihn werfen.</p>
                <p>
                    <placeName>Berlin</placeName> den 22ten April 1839</p>
                <closer>
                    <signed>
                        <persName ref="https://actaborussica.bbaw.de/v9/P0005711">August</persName>
                    </signed>
                </closer>
                <p>Copie</p>
                <p>Son Altesse Royale Monseigneur le Prince <persName ref="https://actaborussica.bbaw.de/v9/P0005711">August</persName> de Prusse a daigné prendre à son service le
                    sieur Pierre Aimé <persName ref="https://actaborussica.bbaw.de/v9/P0005711">Pigeon</persName> comme premier
                    cuisinier et chef de cuisine, et lui donne l’Instruction suivante:</p>
                <p>I Le
                    règlément du service de la cuisine de Son <persName ref="https://actaborussica.bbaw.de/v9/P0005711">Altesse</persName> est tel:</p>
                <list>
                    <item>a, que Ses deux cuisiniers préparent les diners et Soupers à un prix, qui
                        chaque fois sera fixé par personne, et par Monseigneur.</item>
                    <item>b, que le premier cuisinier <persName ref="https://actaborussica.bbaw.de/v9/P0005711">Pigeon</persName>
                        alternativement avec le second cuisinier <persName ref="https://actaborussica.bbaw.de/v9/P0005711">Giese</persName>, préparent les diners et soupers ordinaires, pendant
                        la moitié de chaque mois. <lb/>Le 1<hi rendition="#sup">er</hi> Cuisinier
                        Pigeon travaillera pour son compte du 1<hi rendition="#sup">er</hi> de
                        chaque mois jusqu’au 15 et le 2 cuisinier Giese, à commencer du 16 jusqu’à
                        la fin du mois.</item>
                    <item>c, En cas de maladie, d’absence ou d’autre empêchement important le
                        premier cuisinier remplacera le second, et vive versa le Second le premier
                        aussi longtems que ce sera indispensable, mais toujours chacun travaillera
                        pour son propre compte.</item>
                    <item>d, Giese travaillera comme jusqu’à présent sans aide et sans demander
                        l’assistance du chef de cuisine Pigeon. Celui-ci au contraire est autorisé à
                        se servir de <persName ref="https://actaborussica.bbaw.de/v9/P0005711">Giese</persName> com̅e aide, qui
                        exécutera ce service avec la même bonne volonté comme autrefois sous
                        Truchot.</item>
                    <item/>
                </list>
                <p>II. Le prix pour le diner ordinaire est – Un Thaler, onze Silbergrosch et
                    six fénin par tête. Le nombre des personnes varie entre 8, 10 et 12. Pour ce
                    prix le cuisinier en chef <persName ref="https://actaborussica.bbaw.de/v9/P0005711">Pigeon</persName> livrera une
                    bonne soupe et Six mets de bon gout, choisis conformes à la Saison, et préparés
                    de manière qu’ils ne peuvent nuire a la Santé.</p>
                <p>Le Souper de Son <persName ref="https://actaborussica.bbaw.de/v9/P0005711">Altesse</persName> Royale pendant son séjour à Berlin sera de
                    cinq personnes, et pendant l’absence de Monseigneur de trois personnes. On
                    servira hors du palais ou à Bellevue. Le prix est – Vingt Silbergrosch par tête,
                    pour trois mets de bon gout, si Son Altesse Royale ne donne d’autres
                    ordres.</p>
                <p>En cas extraordinaires Son <persName ref="https://actaborussica.bbaw.de/v9/P0005711">Altesse</persName> Royale accordera tant pour le diner que pour le souper
                    un prix de – Un Thaler Vingt Silbergrosch, ou de – Deux Thaler par tête
                    </p>
                <p>Chaque fois quand cela arrivera, le cuisinier du tour en sera
                    avisé.</p>
                <p>III Chaque matin le cuisinier sera avisé du nombre des personnes et
                    du prix pour les quels il aura à aprèter le diner.</p>
                <p>IV Dapres cet avis il
                    fera son menu, qui après la revision du Maitre d’hôtel (Küchenmeister) doit être
                    revû par le Maréchal de la cour, et sera remis pour Son <persName ref="https://actaborussica.bbaw.de/v9/P0005711">Altesse</persName> Royale dans son Antichambre chaque matin à 9 heures au
                    plus tard. La revision consiste à voir:</p>
                <list>
                    <item>1, si les mets notés sur le menu sont bien choisis?</item>
                    <item>2, si les mets sont alternés de maniere qu’ils ne se répètent pas trop
                        souvent, ou dans de courtes intervalles?</item>
                    <item>3. Si les mets s’accordent au prix fixé?</item>
                    <item/>
                </list>
                <p>S’il n’y a rien à redire, le Maître d’hôtel remet le menu à Son <persName ref="https://actaborussica.bbaw.de/v9/P0005711">Altesse</persName> Royale Elle-même. Mais si au contraire le
                    Maître d’hôtel trouverait à faire quelque remarque contre le menu par raport au
                    nombre des plats, ou aux mets-mêmes, c’est ci lui, d’en faire des observations
                    au cuisinier, d’entendre ses raisons, et de tâcher à remédier les défauts
                    remarqués. C’est pourquoi Son Altesse Royale attend qu’il répondra avec tout
                    l’égard convenable et avec discrétion aux demandes et aux remarques du Maître
                    d’hôtel.</p>
                <p>V Quoiqu’avant ou après la remise du menu, on aura fait savoir le
                    nombre des personnes, qui prendront part au diner, qui sera servi à trois
                    heures, Monseigneur se réserve de pouvoir décommander jusqu’à 11 heures du
                    matin, ou le diner entier, ou pour quelques personnes; par consequent le
                    cuisinier n’ôse mettre en compte chaque jour, que le nombre de personnes, que
                    lui a été annoncé jusqu’à 11 heures, et qui n’a pas été contremandé jusqu’à
                    cette heure. Plus tard, aucun changement dans le nombre des personnes n’aura
                    lieu. Mais pour éviter toute erreur et pour savoir, en examinant et assignant
                    les comptes, si un contre-ordre a été donné trop tard, c’est à dire après 11
                    heures, &amp; par consequent si une déduction peut être faite aux comptes ou
                    non, il faut que le cuisinier se fasse donner du porteur de contre-ordre un
                    certificat par écrit, que l’ordre lui a été communiqué trop tard; Ces
                    certificats doivent être ajoutés aux comptes.</p>
                <p>VI Son <persName ref="https://actaborussica.bbaw.de/v9/P0005711">Altesse</persName> Royale se réserve également de changer le
                    prix du diner jusqu’à 11 heures du matin. Au cas que Monseigneur le voudra
                    augmenter, le cuisinier augmentera le nombre des plats et donnera de meilleurs
                    mets, convenablement au prix qui lui sera fixé.</p>
                <p>VII Les mets servis pour
                    la table de Son <persName ref="https://actaborussica.bbaw.de/v9/P0005711">Altesse</persName> Royale arrivés au
                    buffet seront éxaminés par le maître d’hôtel au sujet de leur bonté, de leur
                    quantité suffisante pour les invités, et si ce sont les mêmes mets et le nombre
                    qui se trouve sur le menu. Si le maître d’hôtel y trouverait à redire ou quelque
                    irrégularité, c’est de son devoir à en faire le rapport, ou immédiament à Son
                    Altesse Royale ou à l’<orgName key="P0000988">Intendance de la cour</orgName>
                    (HofmarschallAmt)</p>
                <p>VIII Quand Son <persName ref="https://actaborussica.bbaw.de/v9/P0005711">Altesse</persName> Royale donnera des fêtes, de grands diners ou Souper le
                    Sieur <persName ref="https://actaborussica.bbaw.de/v9/P0005711">Pigeon</persName> est obligé de les fournier à l
                    ordre de Monseigneur &amp; pour son propre compte, quand-même ce n’est pas de
                    son tour à travailler dans la cuisine, c. a. d. dans l’espace du 16 jusqu’à la
                    fin du mois. Le cuisinier <persName ref="https://actaborussica.bbaw.de/v9/P0005711">Giese</persName> l’aidera
                    comme aux jours ordinaires. Après que le nombre des personnes et le prix fixé
                    lui sera communiqué, c’est à lui de faire sans délais dans le plus court espace
                    de tems possible une spécification des mets, qu’il a l’intention de fournier,
                    qui doit être remis à l’<orgName key="P0000988">Intendance de la cour</orgName>
                    de Son Altesse Royale, ou ayant consulté le maître d’hôtel le menu sera examiné
                    pour être ensuite approuvé par Monseigneur.</p>
                <p>IX Dabord après le 15 ou après
                    les fêtes, diners er soupers extraordinaires le Sieur <persName ref="https://actaborussica.bbaw.de/v9/P0005711">Pigeon</persName> remettra ses comptes à la Caisse de l’Intendance
                    (Hofstaats-Kasse) qui les examinera et les comparera avec les billets
                    d’invitation remis par le Garde-vaisselle (Silberdiener) ou avec la
                    specification des mets, approuvée par Monseigneur pour les fêtes, diners et
                    soupers extraordinaires, quant aux prix et au nombre des personnes. Ils seront
                    assignés par l’Intendance de la cour. Si les comptes ne seraient par d’accord
                    avec les billets d’invitation, ou avec la dite specification ils seront
                    rectifiés et le Sieur Pigeon s’y conformera.</p>
                <p>X Sur la demande de Son
                        <persName ref="https://actaborussica.bbaw.de/v9/P0005711">Altesse</persName> Royale le Sieur <persName ref="https://actaborussica.bbaw.de/v9/P0005711">Pigeon</persName> suivra Son Altesse Royale en voyage, il
                    recevra pendant son absence de <placeName>Berlin</placeName> une
                    subvention: <lb/>= d’Un Thaler, par jour de voyage et de vingt et deux
                    Silbergrosch et six fénins par jour de séjour et sera obligé de se conformer aux
                    mêmes règlements deja mentionnés.</p>
                <p>Par conséquent il présentera chaque
                    matin à 9 heures le menu pour la journée et y mettra le nombre des personnes et
                    le prix accordé. Après que le menu sera approuvée par Son <persName ref="https://actaborussica.bbaw.de/v9/P0005711">Altesse</persName> Royale, il sera remis au Secrétaire intime
                    que le fera parvenir comme pièce justificative avec le billet d’invitation de
                    chaque jour à l’<orgName key="P0000988">Intendance de la cour</orgName>. Pendant
                    le séjour de Son Altesse Royale à Rheinsberg les menus seront signée par le
                    Secrétaire intime et les billets d’invitation par le concierge du château. Comme
                    le Sieur <persName ref="https://actaborussica.bbaw.de/v9/P0005711">Pigeon</persName> fournira a <placeName>Rheinsberg</placeName> entre le Diner et le souper, aussi le
                    café et le déjeûner, il aura soin de faire un cahier, dans lequel sera noté
                    chaque jour:</p>
                <p rendition="#et">tout ce qui sera fourni pour Son <persName ref="https://actaborussica.bbaw.de/v9/P0005711">Altesse</persName> Royale, pour Ses enfans, ou pour d’autres
                    personnes, qui seront nourris au château. Les prix pour chaque objet y seront
                    ajoutés, et le compte sera fini par le total de la somme que le Sieur Pigeon
                    aura à demander pour les fournitures du jour. </p>
                <p>Chaque matin suivant, ce
                    cahier sera remis au Secrétaire intime qui le soumettra à l’approbation de Son
                        <persName ref="https://actaborussica.bbaw.de/v9/P0005711">Altesse</persName> Royale et attestera l’exactitude
                    de ce qui à été fourni, si Monseigneur n’y trouve rien à contredire. Les prix
                    seront fixés, et la revision du calcul sera fait à <placeName>Berlin</placeName> par l’<orgName key="P0000988">Intendance de la
                        Cour</orgName>. Pendant le séjour de Son Altesse Royale a <placeName>Rheinsberg</placeName> le Sieur <persName ref="https://actaborussica.bbaw.de/v9/P0005711">Pigeon</persName> pourra obtenier du gibier sur l’ordre de Monseigneur par
                    son grand forestier, et des poissons du fermier de la pêche, mais contre
                    payement, parceque tous les mets lui seront payés.</p>
                <p>XI Le Sieur <persName ref="https://actaborussica.bbaw.de/v9/P0005711">Pigeon</persName> aura soin, et excitera les fonctionnaires
                    de la cuisine sous ses ordres, que toute la vaisselle en argent et porcelaine et
                    les effets, qui lui parviendront de dépôt de l’argenterie (Silberkammer) comme
                    terrines, plats, assiettes, jattes, cuillères, serviettes &amp;c &amp;c soient
                    bien conservés et restitués, après s’en être servi, au dit dépôt en bon état et
                    sans être endommagés. Il sécondera sous ce rapport les fonctionnaires du dépôt
                    de l’argenterie et traitera avec les égards convenables aux intérêts de Son
                        <persName ref="https://actaborussica.bbaw.de/v9/P0005711">Altesse</persName> Royale.</p>
                <p>Quand Son
                        <persName ref="https://actaborussica.bbaw.de/v9/P0005711">Altesse</persName> Royale partira de <placeName>Berlin</placeName> et sera accompagner du Sieur <persName ref="https://actaborussica.bbaw.de/v9/P0005711">Pigeon</persName>, celui-ci se chargera de tout ce qui est
                    necessaire pour la table de Monseigneur, tant de l’argenterie, que de la
                    vaisselle de porcelaine, des vers, des nappes, Serviettes &amp;c &amp;c qui lui
                    seront fournies du dépôt de l’argenterie ainsique certaines denrées telles que
                    le vinaigre, l’huile, la moutarde, le sucre, les cierges et chandelles &amp;
                    &amp;c. Il en donnera quittance, en prendra tous les soins possibles pour les
                    garder en bon état sous Sa clef, ou pour les remettre à son arrivée à l’endroit
                    du séjour de Monseigneur, à la personne qui lui sera désignée. Pour le rétour du
                    voyage il sera chargé des mêmes effets pour les remettre en bon état et le reste
                    des denrées au garde-vaisselle.</p>
                <p>XII Le cuisinier <persName ref="https://actaborussica.bbaw.de/v9/P0005711">Pigeon</persName> doit se conduire convenablement et modestement envers ses
                    supérieurs, nommément le maître d’hôtel, les sécrétaires et l’<orgName key="P0000988">Intendance de la cour</orgName>, et traiter bien et avec
                    douceur ses subordonnés. Au cas qu’il aurait besoin de s’en plaindre, il faut
                    qu’il addresse ses plaintes à l’Intendance de la Cour et pas directement à Son
                        <persName ref="https://actaborussica.bbaw.de/v9/P0005711">Altesse</persName> Royale</p>
                <p>XIII Pour les
                    services fidèles que Son <persName ref="https://actaborussica.bbaw.de/v9/P0005711">Altesse</persName> Royale
                    attend des son chef de cuisine <persName ref="https://actaborussica.bbaw.de/v9/P0005711">Pigeon</persName>, Elle
                    lui accord: </p>
                <p>
                    <table rows="3" cols="5">
                        <row>
                            <cell>un salaire annuel de</cell>
                            <cell rendition="#right">450</cell>
                            <cell>Thaler</cell>
                            <cell/>
                            <cell/>
                        </row>
                        <row>
                            <cell>et pour les chandelles dans la cuisine</cell>
                            <cell rendition="#right">9</cell>
                            <cell>„</cell>
                            <cell>20</cell>
                            <cell>Sgr.</cell>
                        </row>
                        <row>
                            <cell rendition="#right">un Total de</cell>
                            <cell role="sum" rendition="#right">459</cell>
                            <cell role="sum">Thaler</cell>
                            <cell role="sum">20</cell>
                            <cell role="sum">Sgr.</cell>
                        </row>
                    </table>ou quatre cent, cinquante et neuf Thaler et Vingt Silbergrosch en
                    Courant de Prusse, payables d’avance par mois en parties de 38 Thaler 9 Sgr. 2
                    fénins à dater du 1er Mai a. c. et par la Caisse de l’<orgName key="P0000988">Intendance de la cour</orgName>.</p>
                <p>XIV Son <persName ref="https://actaborussica.bbaw.de/v9/P0005711">Altesse</persName> Royale se réserve toujours de changer, de modifier et
                    d’étendre cette instruction, ou de la faire cesser tout à fait, sourtout les
                    fixations pour l’arrangement de cuisine, aussi bien que de changer les prix pour
                    les diners et les soupers.</p>
                <p>Au reste Son <persName ref="https://actaborussica.bbaw.de/v9/P0005711">Altesse</persName> Royale veut bien protéger en bonne cause le Sieur
                        <persName ref="https://actaborussica.bbaw.de/v9/P0005711">Pigeon</persName> remplissant son devoir et ses
                    fonctions avec zèle et fidelité et ne le priver des ses bonnes grâces sans
                    l’avoir entendu.</p>
                <p>Instruction pour le chef de cuisine de Son Altesse Royale
                    Monseigneur le Prince <persName ref="https://actaborussica.bbaw.de/v9/P0005711">August de
                Prusse</persName>
                </p>
            </div>
        </body>
    </text>
</TEI>