Biogramme

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Niebuhr, MARCUS Carsten Nicolaus (1857 von)

Geburtsdatum/-ort

1.4.1817 Rom

Sterbedatum/-ort

1.8.1860 Oberweiler bei Badenweiler

Konfession

protestantisch

Ausgewählte Verwandte und Konnubium
Eltern und Ehepartner(in) werden immer und unabhängig von ihrer Tätigkeit angezeigt. Andere Verwandte erscheinen nur, wenn sie eins oder mehrere der folgenden Kriterien erfüllen:
  • Sie dienten am preußischen Hof.
  • Sie standen im höheren Staatsdienst Preußens.
  • Sie dienten als höhere Offiziere in der preußischen Armee (ab Major aufwärts).
  • Sie hatten ein politisches Mandat in Preußen inne.
  • Sie waren Großgrundbesitzer.
  • Sie hatten ein hohes Hof- oder Staatsamt außerhalb Preußens inne.

  • Vater: Barthold Georg Niebuhr (1776–1831), Historiker
  • Mutter: Margarethe Hensler (1787–1831)
  • Gemahlin: (4.7.1844) Caroline Auguste Emilie Helene Anna Freiin von Wolzogen (1824–1889)
    • 4 Kinder
    • :
    Hofamt bzw. Stellung am Hof

    • seit 9.6.1849 Kabinettssekretär bei König Friedrich Wilhelm IV. mit dem Titel eines Regierungsrates
    • 1851–1857 Vortragender Rat im Hausministerium
    Zivil- und Militärkabinette

    • Oktober 1853–1857 Kabinettsrat
    • 1856 mit einem Teil der Kabinettsvoträge (Finanzsachen, Kirchensachen) an Stelle Illaires betraut
    Ausbildung

    • Gymnasium in Lübeck
    • Studium der Rechts- und Staatswissenschaften in Kiel, Bonn, Halle und Berlin
    Beruflicher Werdegang außerhalb des Hofes

    • 1839 Auskultator Kammergericht
    • 1841 Regierungsreferendar Merseburg
    • 1844 Regierungsassessor Kultusministerium
    • 1848–1849 Redakteur des „Magdeburger Correspondenten“ und Mitarbeiter der „Kreuzzeitung“
    • 1851 Geheimer Regierungsrat
    • 1851–1857 Vortragender Rat im Hausministerium
    • Oktober 1853–1857 Kabinettsrat
    • 1854 Mitglied des Staatsrats
    • gelegentlich mit diplomatischen Missionen vertraut
    Weitere Tätigkeiten

    • 1840er Jahren Publikationen über das Finanz- und Bankwesen in Preußen
    • Herausgeber einiger Schriften aus dem Nachlass seines Vaters
    • Grundzüge für die Verfassung Niederlands (Berlin 1852)
    • Assur und Babel (Berlin 1852)
    Politisches Engagement (Mandate, Gewerkschaften, Parteien)

    • 1852/53 Mitglied der Zweiten Kammer (Abgeordnetenhaus) für den Wahlkreis Westhavelland
    Auszeichnungen

    • 1852 Hohenzollernscher Hausorden
    • Roter Adlerorden
    • auch mehrere außerpreußische Orden
    Sonstige Bemerkungen

    • Günstling Friedrich Wilhelms IV. und Mitglied der ultrakonservativen Kamarilla
    • 1855 wurden Niebuhr anvertraute diplomatische Aktenstücke entwendet, was einen Skandal auslöste
    • zuletzt Erschütterung seines geistigen Zustands und Aufgabe seines Amtes im Geheimen Zivilkabinett
    Quellen