Stolberg-Wernigerode, Anton Graf zu

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Geburtsdatum/-ort

23.10.1785 Schloss Wernigerode (Landkreis Wernigerode, Provinz Sachsen)

Sterbedatum/-ort

11.2.1854 Berlin

Grundbesitz

Ab 1824 Erbe der Herrschaft Kreppelhof (Kreis Landeshut, Provinz Schlesien)

Konfession

evangelisch

Verwandte und Konnubium

Sohn: Eberhard Graf zu Stolberg-Wernigerode; Tochter: Jenny, Gemahlin (12.6.1838) von Alexander Graf von Keller

Hofamt bzw. Stellung am Hof

1840 Wirklicher Geheimer Rat im Hausministerium; Dezember 1842-März 1848 Leiter der Abteilung Domänen und Forsten im Hausministerium; März 1848 Niederlegung dieses Amtes; 26.6.1851-1854 Oberstkämmerer und Minister des Königlichen Hauses bei Friedrich Wilhelm IV.

Ausbildung

bis 1800 Hauslehrer; 1800-1802 in Dresden im Haus des Appellationsgerichtsrats Körner

Beruflicher Werdegang außerhalb des Hofes

1828 Landrat im Kreis Landeshut; 1830 Dienstleistung bei Prinz Wilhelm (I.) als Gouverneur am Niederrhein und in Westfalen; 1832 zur Disposition gestellt; April 1834 Regierungspräsident in Düsseldorf; 1.12.1837 Oberpräsident der Provinz Sachsen, zugleich Regierungspräsident von Magdeburg; 7.7.1842 Titel eines Staatsministers

Militärische Laufbahn

1802 Cornet im Regiment der Gardes du Corps in Berlin; Ende 1806 demobilisiert; 1813 2. Adjutant von Prinz Wilhelm (I.) und in den Feldzügen aktiv; November 1815 als Oberstleutnannt a. D.; 1831 Charakter als Oberst; März 1848 Ernennung zum Generaladjutanten Friedrich Wilhelms IV., aber kein formeller Dienst; Mai 1848 als Generalleutnant a. D.

Politisches Engagement (Mandate, Gewerkschaften, Parteien)

1842 Mitglied des Staatsrats

Kirchliches Engagement

Seit 1822 im Kreis der religiös erweckten Pietisten und langjährig gegen die rationalistische Strömung im Protestantismus tätig; 1837 beim Konflikt mit dem Kölner Erzbischof Droste-Vischering beteiligt; Sepember 1853 Teilnehmer am Kirchentag in Berlin

Auszeichnungen

1840 Wirklicher Geheimer Rat; 26.8.1851 Schwarzer Adlerorden, 23.12.1852 Großkreuz des österreichischen Sankt Stephans-Ordens

Quellen

GStA PK, BPH, Rep. 8, Nr. 4, Bl. 2-2v; Priesdorff, Bd. 5, S. 484-489; Stolberg-Wernigerode, Anton Graf zu Stolberg-Wernigerode

» GND-ID

Zitierhinweis

Biogramm: Stolberg-Wernigerode, Anton Graf zu. In: Die Sprache der Monarchie, hg. v. Akademienvorhaben "Anpassungsstrategien der späten mitteleuropäischen Monarchie am preußischen Beispiel (1786-1918)", Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. Version 2 vom 30.07.2020. URL: https://actaborussica.bbaw.de/v2/P0005259

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