Wylich und Lottum, Karl FRIEDRICH Heinrich Graf von

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Geburtsdatum/-ort

5.11.1767 Berlin

Sterbedatum/-ort

14.2.1841 Berlin

Verwandte und Konnubium

Vater: Friedrich Wilhelm (1716-1774) preußischer Generalmajor; Mutter: Anna Dorothea geb. Scherff (1744-1796); Gemahlin: (6.6.1795) Sophie Luise Friederike von Lamprecht (1772-1841)

Hofamt bzw. Stellung am Hof

18.8.1807-1808 Vortragender Generaladjutant bei Friedrich Wilhelm III.

Zivil- und Militärkabinette

20.4.1823-26.10.1840 Leiter des Zivilkabinetts

Ausbildung

Académie des Nobles, Berlin

Beruflicher Werdegang außerhalb des Hofes

Dez. 1808-1810 Leitung des Militär-Oekonomiedepartements im Kriegsministerium; 1817-26.10.1840 Mitglied des Staatsrats, hier 1817 für die Leitung der Finanzgeschäfte verantworlich, 1818 wurden ihm hier auch die Vorlagen des Ministeriums des Innern übertragen; 1817-1823 wiederholt interimistische Leitung der Auswärtigen Angelegenheiten; Januar 1819 Chef des Schatzministeriums; 1822-1.6.1823 Schatzminister; danach mit Titel und Rang eines Staatsministers Mitglied im Staatsministerium; ca. 1820-29.5.1826 auch Chef der Generalkontrolle des Rechnungshofes

Militärische Laufbahn

9.4.1784 bzw 29.10.1786 Fähnrich bzw. Lieutenant im Infanterie-Regiment „Anhalt-Bernburg“ Nr. 3; 1787-1793 Teilnahme an Feldzügen gegen die Niederlande und Frankreich; 1793-1807 nach Verwundung Assistent im Ober-Kriegskollegium, 1794 Adjutant bei Generallieutnant Graf von der Schulenburg; 1794 Kapitän; 1800 Major; 1807 Oberstlieutenant; 1807/1808 Mitglied des Komitees für die Reorganisation der Armee; 3.2.1810 Direktor des Großen Militärwaisenhauses in Potsdam, Generalmajor; 1827 General der Infanterie

Weitere Tätigkeiten

1812 von Friedrich Wilhelm III. zu Gesprächen mit Napoleon nach Warschau gesandt; Frühjahr 1813 Mitglied des Oberregierungskollegiums zur Führung der Staatsgeschäfte in Abwesenheit des Königs; preußischer Bevollmächtigter für die Verpflegungssachen im russischen Hauptquartier; 1814 in Paris wegen der von Frankreich zu leistenden Zahlungen; 1815 mit Friedrich Wilhelm III. in Paris

Auszeichnungen

1.1.1830 Brillanten zum Schwarzen Adlerorden; 8.4.1834 anlässlich seines 50jährigen Dienstjubiläums mit einer Dotation von 100.000 Talern gewürdigt; 1834 Ehrendoktorwürde der juristischen Fakultät der Berliner Universität und Ehrenbürger Berlins

Quellen

Priesdorff Bd. 3, S. 341; ADBBd. 44, S. 394 f.

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Zitierhinweis

. In: Die Sprache der Monarchie, hg. v. Akademienvorhaben "Anpassungsstrategien der späten mitteleuropäischen Monarchie am preußischen Beispiel (1786-1918)", Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. Version 5 vom 10.12.2021. URL: https://actaborussica.bbaw.de/v5/P0005262

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Quelle:

Priesdorff Bd. 3, S. 341.

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