Biogramme

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Boyen, Ludwig Leopold Gottlieb HERMANN von

Geburtsdatum/-ort

23.6.1771 Kreuzburg (Krs. Preuß-Eylau)

Sterbedatum/-ort

15.2.1848 Berlin

Konfession

evangelisch

Verwandte und Konnubium

  • Vater: Johann Friedrich von Boyen (1720–1777), preußischer Oberstleutnant, Regimentskommandeur, Ritter des Ordens Pour le Mérite
  • Mutter: Hedwig Sophie von Holtzendorff (1735–1778)
  • Gemahlin: (1807) Antoinette Amalie Berent (1780–1845)
  • Zivil- und Militärkabinette

    • 3.2.1810–11.3.1812 Chef des Militärkabinetts
    Ausbildung

    • 1788 Besuch der Kriegsschule in Königsberg
    Beruflicher Werdegang außerhalb des Hofes

    • 3.6.1814-26.12.1819, 1.3.1841-7.10.1847 Kriegsminister
    Militärische Laufbahn

    • 7.4.1784 Eintritt in das Infanterieregiment Anhalt zu Königsberg als Gefreiterkorporal
    • 19.4.1788 Sekondeleutnant
    • 1.11.1790 Adjutant des I. Bataillons
    • 20.5.1794–1796 Generaladjutant bei General von Wildau bzw. von Günther
    • 1794/95 Feldzug in Polen
    • 11.6.1796 Premierleutnant
    • 15.6.1799 Stabskapitän
    • 1803 Mitglied der Militärischen Gesellschaft um Scharnhorst
    • 1806 Schlacht bei Auerstedt (schwer verwundet)
    • 1807 Mitglied der Kommission für Militärreformen
    • 4.5.1807 im Stab des russischen Generals Tutschkow; 11.5.1807 Quartiermeisterleutnant
    • 21.7.1807 wirklicher Kapitän von der Armee; 20.1.1808 im Generalstab unter Scharnhorst tätig (militärische Reorganisationskommission)
    • 10 1.1810 Mitglied der Generalordenskommission; 26.1.1808 Major
    • 3.2.1810–11.3.1812 Direktor der Ersten Abteilung des Allgemeinen Kriegsdepartements
    • 11.3.1812 Oberst a. D., im russischen Dienst; 21.2.1813 im preußischen Dienst als Oberst im Generalstab
    • 8.8.1813 Chef des Generalstabs des Korps Bülow
    • 1813/14 Feldzüge
    • 8.12.1813 Generalmajor; 3.6.1814-25.12.1819 Kriegsminister
    • 1817 Mitglied des Staatsrats
    • 30.3.1818 Generallieutenant
    • 25.12.1819 Abschied
    • 22.11.1840 als General der Infanterie im aktiven Dienst wieder angestellt
    • 28.2.1841-7.10.1847 Kriegsminister
    • 20.6.1842 auch Chef des Direktoriums des Potsdamer Waisenhauses
    • 7.4.1842 auch Chef des 1. Infanterieregiments
    • 7.10.1847 Generalfeldmarschall und Gouverneur des Invalidenhauses Berlin
    Vereine/Verbände

    • 1822 Gesetzlose Gesellschaft, Berlin
    Freimaurerlogen

    • 1808 Aufnahme in die Loge „Zu den drei Kronen“ , Königsberg
    Auszeichnungen

    • u. a. 9.9.1810 Roter Adlerorden 3. Klasse
    • 1813 Eisernes Kreuz 1. u. 2. Klasse
    • 3.6.1814 Orden Pour le Mérite mit Eichenlaub, 2.10. 1815 Roter Adlerorden 2. und 1. Klasse mit Eichenlaub
    • 18.6.1841 Schwarzer Adlerorden
    • 1842 Ehrenbürger Berlins
    Sonstige Bemerkungen

    • An den Herresreformen war Boyen aktiv beteiligt. Er trug die Verantwortung für das Wehrgsetz von 1814, womit die allgemeine Wehrpflicht eingeführt und die dauerhafte Landwehr eingerichtet wurden.
    Autobiographische Aufzeichnungen

    • Erinnerungen aus dem Leben des Generalfeldmarschalls Hermann von Boyen. Aus seinem Nachlaß im Auftrage der Familie hrsg. von Friedrich Nippold, Bände 1–3, Leipzig 1889–1890
    Quellen