Patow, Erasmus ROBERT Freiherr von

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Geburtsdatum/-ort

10.9.1804 Mallenchen (Niederlausitz)

Sterbedatum/-ort

5.1.1890 Berlin

Grundbesitz

Zinnitz bei Calau, Groß-Mehßow

Konfession

evangelisch

Verwandte und Konnubium

Vater: Erasmus Gottfried Bernhard (1767-1842) Erbherr auf Mallenchen, preußischer Kammerherr, kursächsischer Oberamtsregierungsrat der Markgrafschaft Niederlausitz ; Mutter: Johanna Friedericke, geb. von Thermo (1766-1847); Gemahlin 1. (1837) Amalie von Endell (1816-1846), 2. (1853) Ida von Günderode (1817-1896)

Zivil- und Militärkabinette

1842-1844 Vortragender Rat im Zivilkabinett

Ausbildung

ab 1823 Studium der Rechtswissenschaften in Berlin, Heidelberg und Leipzig

Akademischer Grad

Dr. jur.

Beruflicher Werdegang außerhalb des Hofes


1826 Auskultator Stadtgericht Frankfurt/O.; 1829 Regierungsreferendar Regierung Potsdam; 1830-1832 Hilfsarbeiter im Innenministerium Abteilung für Handel, Gewerbe und öffentliche Arbeiten sowie Regierungsassessor in Potsdam; 1833 Hilfsarbeiter im Finanzministerium; 1835 Geheimer Finanzrat; 1837 Vortragender Rat bei der Staatsbuchhaltung; 1840 Geheimer Oberfinanzrat, Mitglied des Staatsrats; 1842-1844 Vortragender Rat im Zivilkabinett, 1844 Wirklicher Geheimer Oberregierungsrat und Ministerialdirektor im Innenministerium, auch Regierungspräsident Köln, trat das Amt aber nicht an; 1845 Wirklicher Geheimer Legationsrat und Ministerialdirektor im Außenministerium; 1846 Vorsitz der Zollkonferenz in Berlin; 17.4.- 25.6.1848 Minister für Handel, Gewerbe und öffentliche Arbeiten; 24.7.1848-14.12.1849 kommissarischer Oberpräsident der Provinz Brandenburg; 6.11.1858-17.3.1862 Finanzminister; 19.8.1866-20.3.1867 Zivilgouverneur für Nassau, Oberhessen und Frankfurt/; 1869 Vorsitzender der Statistischen Zentralkommission; 1872 Mitglied des Herrenhauses; 1873-1881 Oberpräsident der Provinz Sachsen und Landtagsmarschall

Weitere Tätigkeiten

Führungsgremium des Centralvereins für das Wohl der arbeitenden Klasse; 1867 Leitung einer Notstands-Kommission für Ostpreußen

Politisches Engagement (Mandate, Gewerkschaften, Parteien)

1833 Mitglied Provinziallandtag Brandenburg; 1847 Mitglied des Preußischen Vereingten Landtags; 1850 Mitglied des Erfurter Unionsparlaments; Februar 1849-1863 und 1866-1869 Mitglied der preußischen Zweiten Kammer (bis Juli 1849 Konservativ und dann Liberal-Konservativ bzw „Altliberal“ ); 1867-1870 Mitglied des Reichstags des Norddeutschen Bundes; 1871-1873 Mitglied des deutschen Reichstages

Auszeichnungen

1840 Ehrenbürger der Stadt Lübben

Quellen

ADB, Bd. 52, S. 760-766; NDB, Bd. 20, S.100 f; Lengemann, Das deutsche Parlament, S. 232-234; Haunfelder, Die liberalen Abgeordneten des deutschen Reichstags 1871-1918, S. 311-312

» GND-ID

Zitierhinweis

. In: Die Sprache der Monarchie, hg. v. Akademienvorhaben "Anpassungsstrategien der späten mitteleuropäischen Monarchie am preußischen Beispiel (1786-1918)", Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. Version 4 vom 05.08.2021. URL: https://actaborussica.bbaw.de/v4/P0010029

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Quelle:

de.wikipedia.org/wiki/Robert_von_Patow

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