Personenregister

1805 –1878

Louis (Ludwig Wilhelm) Schneider

Bemerkung

Schauspieler, Theaterdichter und Militärschriftsteller; 1848 Regisseur des Königlichen Theaters zu Berlin; starkes Engagement für die Rückkehr des Prinzen von Preußen; provozierte im selben Jahr mit seiner königstreuen Gesinnung auf der Bühne einen Theaterskandal, worauf seine Bühnenlaufbahn endete, aber seine Karriere am preußischen Hof begann; setzte er sich in der Revolutionszeit jedoch ebenfalls für den Fortbestand des „Kladderadatsch“ ein; 1850 Hofrat und Vorleser von Friedrich Wilhelm IV., den er auf seinen Reisen begleitete; 1861 noch kurzzeitig Vorleser von Wilhelm I., dann mit der Aufsicht der königlichen Privatbibliothek betraut und „Geheimer Hofrat“; Begleiter Wilhelms I. als Sekretär und offizieller Berichterstatter des „Staatsanzeigers“ während der Feldzüge 1866 und 1870/71; 1833 Begründer und bis zu seinem Lebensende Herausgeber der Zeitschrift „Der Soldaten-Freund. Zeitschrift für faßliche Belehrung und Unterhaltung des Preußischen Soldaten“, eine der wichtigsten Militär-Zeitschriften im deutschsprachigen Raum, die bis 1914 erschienen ist; Mitglied der Dichtervereinigung „Tunnel über der Spree“; 1862 Gründer des Vereins für die Geschichte Potsdams; 1865 Gründer des Vereins für die Geschichte Berlins und 1868–1878 dessen Vorsitzender; Autor zahlreicher Schriften, u.a. zur Ordenskunde und einer dreibändigen Autobiographie

Alternative Namen

Pseudonym
  • Both, L. W.;
  • Both, Ludwig;
  • Both, Louis;
  • Sir John Retcliff

Für diese Person gibt es keinen Biogramm-Eintrag.