nach Plänen des Architekten Paul Wallot zwischen 1884 und 1894 im Stil der
Neorenaissance im Ortsteil Tiergarten am linken Ufer der Spree (auf dem
damaligen Königsplatz) errichtet; beherbergte sowohl den Reichstag des
Deutschen Kaiserreiches als auch den der Weimarer Republik; zunächst tagte
dort auch der Bundesrat des Kaiserreichs; nach schweren Beschädigungen durch
den Reichstagsbrand von 1933 und den Zweiten Weltkrieg in den 1960er Jahren
in modernisierter Form wiederhergestellt; 1995–1999 für die dauerhafte
Nutzung als Parlamentsgebäude von Norman Foster grundlegend umgestaltet;
seit 1999 Tagungsort des Deutschen Bundestages
Berlin (Reichstagsgebäude), in: Praktiken der Monarchie, hrsg. vom Akademienvorhaben "Anpassungsstrategien der späten mitteleuropäischen Monarchie am preußischen Beispiel (1786-1918)", Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin, Version 9 vom 20.08.2025, URL: https://actaborussica.bbaw.de/v9/P0008549