Dokumente: Zivil-, Militär- und Marinekabinett in Preußen

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III/61. Immediatbericht des Kabinettsministers Ludwig Gustav von Thile
Zivil-, Militär- und Marinekabinett in PreußenAusfertigung
Der König der Niederlande hat sich, einem mehrheitlichen Wunsch in Luxemburg folgend, von den engen Beziehungen zum Deutschen Bund ab- und dem Ausland zugewandt, worauf wahrscheinlich auch andere Einflüsse wirkten. Wie soll man bei einem etwaigen späteren Anschluss an Frankreich oder Belgien vorgehen? Der König der Niederlande ist darauf hinzuweisen, dass bei manifesten antideutschen Sympathien die Haltung zur niederländischen Handelspolitik in ganz Deutschland ablehnend ausfiele.
GStA PK, BPH, Rep. 50, J Nr. 1451, Bl. 22–23
28.08.1841Berlin
Anschreiben zur Übersendung einer Kopie des Schreibens an den Chef des Marinekabinetts und den Staatssekretär des Reichsmarineamts zur Frage der Reduktion von persönlichen Unterschriften Wilhelms II. auf Patenten, Ernennungsurkunden etc.
GStA PK, I. HA Rep. 89, Nr. 21, Bl. 161
20.12.1910Berlin
III/62. Immediatbericht des Kabinettsministers Ludwig Gustav von Thile
Zivil-, Militär- und Marinekabinett in PreußenAusfertigung
Überreichung eines Immediatberichtes von Legationsrat Bunsen. – Große Schwierigkeiten bei der Wohnungssuche des Grafen von Maltzahn, da mehr Fremde denn je während des Winters in Berlin wohnen wollen. Außenminister Werther hat Maltzahn vorübergehend eine Etage seines Hauses überlassen, die die Geschäftszimmer enthält. – Werther bittet um Winterurlaub.
GStA PK, BPH, Rep. 50, J Nr. 1451, Bl. 24–25
15.09.1841Berlin
III/25. Kabinettsordre an das Staatsministerium
Zivil-, Militär- und Marinekabinett in PreußenKonzept (Abschrift)
Friedrich Wilhelm III. ist über das langsame Handeln des Staatsministeriums sehr verärgert. Er erwartet die schnelle Einsendung der Protokolle von dessen Beratungen. Hardenberg ist wegen seines Hörfehlers von der Teilnahme an den Geschäften des Staatsministeriums entbunden. Auflistung der Befugnisse Hardenbergs. – Die höhere und geheime Polizei ist mit großer Rechtlichkeit verfahren. – Das angebliche Schwanken bei den bisherigen Hauptverwaltungsgrundsätzen ist Friedrich Wilhelm III. nicht klar.
GStA PK, VI. HA, Nl Hardenberg, H 15c, Bl. 32–33
21.10.1819Berlin
III/63. Immediatbericht des Kabinettsministers Ludwig Gustav von Thile
Zivil-, Militär- und Marinekabinett in PreußenAusfertigung
Überreichung des Entwurfs einer Kabinettsordre an den Erzbischof von Köln – Geburtstagswünsche für Friedrich Wilhelm IV.
GStA PK, BPH, Rep. 50, J Nr. 1451, Bl. 26–26v
15.10.1841Berlin
Anschreiben zur übersandten Abschrift der Stellungnahme des Militärkabinetts zur Frage der Verminderung persönlicher Unterschriften Wilhelms II. und Bitte, dem Militärkabinett die Stellungnahme des Staatsministeriums zugänglich zu machen
GStA PK, I. HA Rep. 89, Nr. 21, Bl. 168
10.01.1911Berlin
III/64. Immediatbericht des Kabinettsministers Ludwig Gustav von Thile
Zivil-, Militär- und Marinekabinett in PreußenAusfertigung
Die vom Grafen von Maltzahn gewünschte unverzügliche Stellung des Antrages auf Zusammenberufung der Bevollmächtigten der Zollvereinsstaaten ist schon gestern durch eine entsprechende Ordre eingeleitet worden. Über die von Maltzahn angeführten Details wird Thile nähere Nachrichten einholen. Der Zuckerzoll soll erhöht werden.
GStA PK, BPH, Rep. 50, J Nr. 1451, Bl. 27–27v
24.10.1841Berlin
Wegen der Zunahme der Geschäfte stellt Albrecht einen weiteren Kabinettssekretär ein. Der ausgewählte ehemalige Baukondukteur Büsching ist der Sohn des Oberbürgermeisters von Berlin und wissenschaftlich gebildet.
GStA PK, I. HA Rep. 74, Nr. 187, n. f.
09.02.1822Berlin
III/65. Immediatbericht des Kabinettsministers Ludwig Gustav von Thile
Zivil-, Militär- und Marinekabinett in PreußenAusfertigung
Ein Schreiben des Fürsten Metternich an Friedrich Wilhelm IV. kann dem Generalmajor Canitz nicht wie befohlen mitgeteilt werden, da dieser schon als Sondergesandter nach Wien abgereist ist.
GStA PK, BPH, Rep. 50, J Nr. 1451, Bl. 28
31.10.1841Berlin
Geringe Möglichkeiten zur Verminderung der persönlichen Unterschriften Wilhelms II., da gerade Kommandosachen ein sehr wichtiges Bindeglied zwischen Monarch und Armee sind. Auch ehrengerichtliche Angelegenheiten bedürfen dessen persönlicher Unterschrift, und bei Ordensverleihungen geht es um hohe staatliche Vermögenswerte, weshalb eine vom Kriegsminister gegenzuzeichnende Originalordre erforderlich ist. Sammelberichte für untergeordnete Akte sind hingegen denkbar.
GStA PK, I. HA Rep. 89, Nr. 21, Bl. 169–171
10.01.1911Berlin
III/66. Immediatbericht des Kabinettsministers Ludwig Gustav von Thile
Zivil-, Militär- und Marinekabinett in PreußenAusfertigung
Überreichung des umgearbeiteten königlichen Antwortschreibens an die englischen Bischöfe
GStA PK, BPH, Rep. 50, J Nr. 1451, Bl. 29
01.11.1841Berlin
III/27. Handschreiben Friedrich Wilhelms III. an Staatskanzler Karl August Fürst von Hardenberg
Zivil-, Militär- und Marinekabinett in PreußenAusfertigung (Abschrift)
Friedrich Wilhelm III. versichert, Hardenberg so lange zu behalten, wie es dessen Kräfte gestatten. Allerdings ist es ihm wegen dessen Schwerhörigkeit beschwerlich, mit Hardenberg ausführlich zu beraten. Deswegen soll Wittgenstein Hardenbergs Vorträgen beiwohnen und bei abweichenden Meinungen eine Verständigung herbeiführen. Wittgenstein ist vom König darüber schon informiert worden.
GStA PK, BPH, Rep. 192, Nl Wittgenstein, VI 1, Nr. 13, Bl. 3–3v
III/67. Immediatbericht des Kabinettsministers Ludwig Gustav von Thile
Zivil-, Militär- und Marinekabinett in PreußenAusfertigung
Der König beabsichtigt nicht, dem Koadjutator von Köln, Bischof von Geissel, persönlich den Eid abzunehmen, sondern will den Kultusminister damit beauftragen. Geissel, der eine sehr klare und verständige Art hat, steht eine umfassende Einwirkung auf das Klerikalseminar zu. – Professor Achterfeld will seine Stelle an der Universität Bonn aufgeben und eine Pfarrstelle annehmen. – Kondolenz an König und Königin.
GStA PK, BPH, Rep. 50, J Nr. 1451, Bl. 30–31
24.11.1841Berlin
III/294. Handschreiben des Oberstmarschalls Max Egon Fürst zu Fürstenberg an Wilhelm II.
Zivil-, Militär- und Marinekabinett in PreußenAusfertigung
Dank für die Aufnahme des Sohnes in das Regiment Garde du Corps. – Erkrankung Kaiser Franz Josephs. – In Wien bekämpfen sich zwei politische Richtungen, was zur Entlassung des Generalstabschefs Franz Conrad von Hötzendorf führte und Österreich vielleicht bald einen neuen Ministerpräsidenten beschert; die Habsburger-Monarchie leidet offenkundig unter diesen Zuständen.
III/68. Immediatbericht des Kabinettsministers Ludwig Gustav von Thile
Zivil-, Militär- und Marinekabinett in PreußenAusfertigung
Der englische Kurier soll nach Charlottenburg gesendet werden. – Die befohlene Rücksprache mit Minister Rochow wegen des in den Pariser Depeschen erwähnten spanischen Emissärs war bis jetzt nicht möglich, da diese Depeschen nicht auffindbar sind.
GStA PK, BPH, Rep. 50, J Nr. 1451, Bl. 32–32v
04.12.1841Berlin
III/28. Immediatbericht des Staatskanzlers Karl August Fürst von Hardenberg
Zivil-, Militär- und Marinekabinett in PreußenVollzogene Reinschrift
Hardenberg hält den Vorschlag Friedrich Wilhelms III., dass ein Dritter seinen Immediatvorträgen beiwohnen soll, nach 16 Jahren Dienst für kränkend. Die Maßregel signalisiert einen Vertrauensverlust, der ihn in seiner Ehre verletzt und auch zu einer Herabsetzung in der öffentlichen Meinung führen würde. Er bietet an, sich zurückzuziehen und nur noch wenige wichtige Sachen abzuschließen. Wegen einer Reise des Königs und Hardenbergs Kur will Hardenberg erst danach seinen Rücktritt beantragen.
GStA PK, VI. HA, Nl Hardenberg-Familie, Nr. 1217, n. f.
08.07.1822Glienicke
Thile zeigt an, dass kleinere Unterstützungssachen aus dem königlichen Dispositionsfonds sowie die Vorakten, die sich noch bei der Ersten Abteilung befinden, in den Händen von Kabinettsrat Müller bleiben sollen. Aus diesen Vorakten kann Müller dem König vortragen.
GStA PK, I. HA Rep. 89, Nr. 18, Bl. 91
08.12.1841Berlin
III/295. Schreiben des Chefs des Zivilkabinetts Rudolf von Valentini an Theodor Schiemann
Zivil-, Militär- und Marinekabinett in PreußenGenehmigtes Konzept
Auf entsprechende Anfrage Mitteilung der Frequenz der wöchentlichen Vorträge von Kabinettschefs, Kanzler, Militärs und Ministern sowie des Ablaufs des Arbeitstages und der Gründe für Reisen Wilhelms II. Dieser leistet jährlich über 20.000 Unterschriften.
GStA PK, I. HA Rep. 89, Nr. 3086, Bl. 242–243
28.06.1912Potsdam
III/70. Immediatbericht des Kabinettsministers Ludwig Gustav von Thile
Zivil-, Militär- und Marinekabinett in PreußenAusfertigung
In Berlin herrscht große Freude und Beruhigung, dass der König die Rheinprovinz besuchen wird. – Prinzessin Luise von Mecklenburg-Strelitz ist gestorben.
GStA PK, BPH, Rep. 50, J Nr. 1451, Bl. 33–33v
13.02.1842Berlin
III/29. Handschreiben Friedrich Wilhelms III. an Staatskanzler Karl August Fürst von Hardenberg
Zivil-, Militär- und Marinekabinett in PreußenAusfertigung (Abschrift)
Der König bedauert, dass Hardenberg seine Absicht missverstand. Die Zuziehung Wittgensteins zu seinen Vorträgen erfolgt nicht, weil er Hardenberg nicht traut oder um Hardenbergs Ehre und Ansehen herabzusetzen. Vielmehr will er Hardenbergs Einsichten und Erfahrungen so lange als möglich nutzen. Dessen Anträgen wegen Vereinfachung der Geschäfte bei der Post sieht der König entgegen, wünscht aber, dass Hardenberg ihm diese Anträge vor seinem Vortrag übersendet, damit er sich vorbereiten kann und um den Vortrag für beide zu erleichtern.
GStA PK, BPH, Rep. 192, Nl Wittgenstein, VI 1, Nr. 13, Bl. 19–19v
10.07.1822
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