
Sie haben mir ohnlängst geäußert, wie Sie glaubten, mein Vertrauen nicht mehr in dem Grade, wie sonst zu besitzen. Ich habe Sie bereits mündlich darüber berichtigt und wiederhole es, daß ich Sie solange als Ihre Kräfte nur gestatten, zu erhalten wünsche: Das aber kann ich Ihnen nicht verhehlen, daß ich, weil es mir selbst sehr beschwerlich wird, mich ausführlich mit Ihnen zu berathen, wenn meine Ansicht von der Ihrigen abweicht, zuweilen Anträge genehmigt habe, die meiner Meynung über die Sache nicht entsprechen und worüber ich mich mit Ihnen würde verständigt haben, wenn ich es nicht aus dem angeführten Grund vermieden hätte, auf Discussionen einzugehen. Mir und Ihnen zur Erleichterung finde ich es daher rathsam, einen Dritten zu Ihren Vorträgen zu ziehen, der uns über abweichende Meinungen zu verständigen sucht und ich habe dazu den Fürsten Wittgenstein ausersehen: ich habe denselben bereits hiervon unterrichtet und mich schon seit kürzerer Zeit mit ihm darüber unterhalten. Auf diese Weise hoffe ich Ihre umfassende von vieljähriger Erfahrung unterstützten Einsichten noch lange zum Besten des Staates benutzen zu können.