
Heute, nach unserem Gespräche, hatte ich noch Gelegenheit mich mit Wilhelm und Augusta über die Ernennung der jungen Gräfin Fürstenstein zu unterhalten. – Diesem Gespräche zu Folge und wie ich gleich vermuthete, versicherten mir beide Geschwister, daß ungeachtet Sie einstmahl die Gräfin als Hofdame an ihrem Hofe gewünscht, sie dennoch nicht das Geringste dawieder hätten und es ganz natürlich fänden wenn dieselbe bei mir als Hofdame einträte, — indem die Verhältnisse ihrer Mutter und deren Verhältnisse wieder zur Tochter sich ja durch Ernennung als meine Oberhofmeisterin, ganz anders gestalteten. — Ich bin fest überzeugt, daß meine Mutter das Nehmliche denken und aussprechen wird. — Was mich anbelangt, so verspreche ich im Voraus der Gräfin, sowohl als ihrer Tochter, ihr die im Winter so langeweiligen und mir oft lästigen Promenaden zu erlassen, die ich nur aus Gesundheits-Rücksichten unternehme.
Ich kann mir durchaus nicht denken, daß in der ganzen übrigen Existens irgend etwas für die junge Gräfin Fürstenstein sich darbieten könnte, was Sie irgend hindern wird bei mir eine Stelle ein zu nehmen, welche mir so lieb und angenehm wäre, wenn sie ihre Einwilligung zu derselben ertheilten, mich verpflichtend ihre Stellung dann so leicht und erfreulich zu machen, als in meinen Kräften steht. — Nun muß ich aber schließen, denn ich bin müde und abgespannt;